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Der Waschnussbaum (Sapindus mukorossi), ist ein Baum der tropischen
und subtropischen Regionen Asiens. Der wertvollste Teil der Pflanze sind
ihre Früchte, die seit Jahrhunderten zum Waschen verwendet werden.
Waschnussbäume können siebzig Jahre und älter werden und dabei
25 Meter Höhe und einen Stammumfang von 3 bis 5 Metern erreichen.

Nach zehn Jahren trägt der Baum die ersten Früchte:
orangefarbene, klebrige Nüsse, die etwa haselnussgroß sind
und im September geerntet werden.

Nach dem Trocknen sind die Früchte nicht mehr klebrig und rotbraun
bis dunkelbraun. Die Schale der Nüsse enthält bis 15 % Saponine,
wobei die Qualität von der Erntezeit und dem Alter des Baums bestimmt wird.

Die als "Waschnuss" bezeichneten Früchte werden in Indien traditionell
zum Waschen von Kleidern und Haaren verwendet, aber auch als Heilmittel
in der chinesischen und ayurvedischen Medizin. Für die Wäsche werden
die Nüsse geknackt und die Schalen in einem Baumwollsäckchen zur Wäsche
in die Trommel gegeben. Je nach Waschtemperatur und Wasserhärte variiert
die benötigte Menge von 4 bis 8 Nusshälften für eine Waschmaschinenladung.

Die Waschnüsse können bei Wäschen bis zu 60 °C für zwei Waschgänge
verwendet werden. Anders als herkömmliche Waschmittel haben Waschnüsse
keine Wasser enthärtende oder textilbleichende Wirkung und geben keine
Geruchsstoffe an die Wäsche ab.

Bei Bedarf werden daher der Wäsche zusätzlich Bleichmittel,Wasserenthärter
und/oder Duftstoffe (z.B. ätherische Öle) zugegeben.
Alternativ zum Wasserenthärter kann die Waschlösung mit Zitronensäure
angesäuert werden, da Saponin auch in saurer Lösung wirksam ist.

Der Sud von in Wasser aufgekocheten Waschnüssen kann als Duschmittel,
Schampoo oder Allzweckreiniger für den Haushalt verwendet werden.
Die verbleinende Reste der Schale können kompostiert werden.
Die waschaktiven Substanzen der Wachnuss gelten als biologisch
abbaubar innerhalb von 22 Tagen.

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